Ursprünglich kommen wir aus der sogenannten "Westernszene". Hier werden die Kleider "Oldstyle" genannt.

Diese Zeit war von ca. 1850 bis ca. 1900. Im 19. Jahrhundert war es einer Frau nicht gestattet, ihre Fußknöchel zu zeigen. In dieser Zeit wurden Krinolinkleider mit einem Reifrock getragen, der bis knapp auf den Boden reichte. Das einfache Volk konnte sich diese Kleidung nicht leisten und so wurden mehrere, feste Baumwoll-Unterröcke unter dem Rock getragen, sodass dieser etwas gebauscht wurde.

Der Kopf musste auf jeden Fall mit irgendetwas bedeckt sein. Wer das Geld hatte, trug einen kleinen, mit Blumen, Federn und Rüschen verziehrten Hut. Da die Haare der Damen immer hinten mit einem Band zusammen gehalten wurden, hat man daraus dann so was wie eine Kopfbedeckung gemacht. Die Schleife wurde dann etwas größer gebunden und evtl. mit einer großen Blume, die man oben rein steckte, verfeinert.

 

Dann kam die Jahrhundertwende und die Reifen unter den Röcken verschwanden. Dafür kamen die Tournürenkleider. Das sind die mit dem dicken "Hintern". Der Reif wurde durch ein Gesell ersetzt, das nur hinten getragen wurde, sodass die Röcke vorne gerade herunter fielen und hinten, das "Hinterteil" erhöht war. Auch die Hüte änderten sich dann. Aus den kleinen Hüten wurden mit der Zeit immer größere, die sogenannten Wagenräder. Pompöse, aufgebauschte Exemplare konnte man zu der Zeit beobachten. Auf die Hüte wurde alles draufgepackt, was man an Blumen, Rüschen und Federn finden konnte.

 

Hüte und Handschuhe haben sich bis in die letzten 50iger Jahre gehalten. Beim Adel ist ein Hut und Handschuhe Pflicht geblieben bis heute. Eine Dame, die etwas auf sich hält, geht einfach NICHT ohne Hut aus dem Haus und sieheda..... der Hut kommt wieder. Seit ca. 2 Jahren sieht man die jungen Leute wieder mit Hut. Ein kleiner, frecher Herrenhut, den auch die Frauen tragen. Zu Jeans oder Rock sieht der Hut super aus.

 

Wir sind gespannt, was uns die Mode noch alles bringt. Vielleicht kommen ja auch die Handschuhe wieder in Mode....... Wir würden das sehr begrüßen, denn.... es ist sehr angenem jemandem mit Handschuhen die Hand zu geben. Keine verschwitzen Hände mehr. Man kann die Queen gut verstehen. Wenn man sich überlegt, wieviele Hände sie bei einem offiziellen Termin schütteln muss und jeder hat verschwitzte Hände brrr, neee, da sind Handschuhe doch suuuper.